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Über Maria
Im göttlichen Heilsplan nimmt Maria eine außergewöhnliche Stelle ein. Die Erlösung des Menschengeschlechtes hat in ihrem jungfräulichen Schoß begonnen und wird nach dem Willen Gottes nur unter ihrer Mitwirkung und auf ihre Fürsprache hin vollendet. Die Ehre, mit der die Kirche sie überhäuft, findet in dieser hohen Auserwählung ihren Grund.
Maria ist die Mutter des Sohnes Gottes. Sie ist die geliebteste Tochter des Vaters. Sie ist die Braut des Heiligen Geistes. Aufgrund ihres Mitwirkens in Jesu Erlösungswerk ist sie unerreichbar hoch über Engel und Menschen erhaben. Sie ist allen Lobes würdig, weil sie voll der Gnade ist und ihre makellose Heiligkeit, schon bei ihrer Empfängnis vollkommen, sich ein Leben lang in der Vollbringung des göttlichen Willens bewährt hat, bis zum bitteren Ende, als sie zur Schmerzensmutter wurde. Einzigartig ist ihre Stellung in der Kirche, deren würdigstes Mitglied, erlesenstes Vorbild und besorgte Mutter sie ist. Als mächtige Fürsprecherin bleibt sie auch nach ihrer Aufnahme in den Himmel auf das engste verbunden mit allen, die Zuflucht zu ihr nehmen. Ihre Verherrlichung adelt das ganze Menschengeschlecht. Gott, der sie geliebt und Großes an ihr getan, hat sie erschaffen, um sie sich selbst und uns zum Geschenk zu geben.
Dieses Geschenk ist unerlässlich für das ewige Heil der Christenheit. Darum ist die planmäßige Zerstörung des Bildes Mariens, das durch den Glauben und die Liebe der Kirche seit Jahrhunderten in die Herzen der Christen eingeprägt ist, lebensgefährlich für das Gottesreich. Und schlimmer als die Untat des Geisteskranken, der vor einigen Jahren mit einem Hammer die marmorne Pietà Michelangelos zerschlug, ist der geistige Vandalismus der Religionslehrer und Seelsorger, die das Glaubensbild der Gottesmutter in den Herzen der Gläubigen entstellen, sie ihres Ruhmes berauben, ihre Herrlichkeit verdunkeln, ihr ihre Kinder entfremden und dadurch das weltweite Beten des Ave-Maria zum Verstummen bringen.
Das Bild Mariens wird von denen entstellt, die den Ehrentitel Gottesgebärerin stillschweigend abschaffen, weil Christus für sie kaum noch mehr als Buddha, Mohammed oder Marx bedeutet. Ihre Glorie wird verdunkelt von denen, die ihre unbefleckte Empfängnis die Bewahrung vor der Erbsünde vom ersten Augenblick ihres Seins an totschweigen, weil sie die Erbsünde in Frage stellen. Und ihre Ehre wird geraubt von den modernistischen Theologen, die ungestraft ihre Jungfräulichkeit leugnen, Josef als den natürlichen Vater Jesu bezeichnen und dadurch den Weg ebneten für den unglücklichen Priester, der es wagte, auf der Kanzel zu sagen: Maria war ein ganz einfaches Mädchen, vielleicht war sie sogar eine Dirne .
Die Christenheit hat schon immer aus Sündern bestanden. Nur hier oder dort gab es einsame Heilige, die sich durch die Gnade Gottes der Sünde entreißen konnten. Aber immer hat sie das Heilige respektiert und in der Verehrung von Gottes Auserwählten das Primat des Guten anerkannt. Auch in den dunkelsten Zeiten der Kirchengeschichte haben sich die Christen, so schwach und sündig sie auch waren, die Sehnsucht nach Höherem bewahrt und die Mutter Gottes mit Ikonen, Liedern und Kathedralen geehrt. Dadurch konnten sie vor Gott bestehen.
Aber jetzt gibt es Priester, die Maria lästern. Sie haben keine Liebe mehr zu ihr. Ihnen gilt das Wort des hl. Alphonsus, dass ein Priester, der Maria nicht liebst, ein Scheusal ist. Nur Scheusale können sich dazu hergeben, in unserer sexualisierten Welt der unbefleckten Jungfrau ihren Glanz zu nehmen, das von Gott geschenkte Bild der Gottesmutter herunterzumachen und das letzte Ideal zu zerstören, das schwache Menschen davor bewahren kann, sich ohne Gewissensbisse wie Tiere zu benehmen.
Hier ist der Satan am Werk. Er kennt Gottes Strategie. Er weiß, was Maria im Erlösungsplan bedeutet. Er stellt der Ferse nach, die ihm letzten Endes den Kopf zertreten wird. Im totalen Krieg, der vom Anfang bis zum Ende der Geschichte zwischen ihm und der Frau wütet, hofft er wenigstens diese Schlacht zu gewinnen und die heutige Menschheit ins Verderben zu stürzen. Arme Priester, die ihm dabei helfen mit ihren barbarischen Hammerschlägen gegen Gottes schönstes Kunstwerk, die liebe Frau, die unser Schutz und unsere letzte Rettung ist.
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