Geschichte des Werkes
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Ereignisse der mehr als 60jährigen Geschichte des Hilfswerkes in chronologischer Reihenfolge.



1947
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Start des Hilfswerkes unter dem Namen "Ostpriesterhilfe" in der Prämonstratenserabtei Tongerlo/Belgien. Pater Werenfried van Straaten veröffentlicht in der Zeitschrift der Abtei "Toren" (Turm) einen Artikel mit dem Titel "Frieden auf Erden?/Kein Platz in der Herberge". Er bittet um Hilfe für 14 Millionen Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten im zerbombten Deutschland. Gleichzeitig ruft er zur Versöhnung mit den "Feinden von gestern" auf.

1948

Hilfe aus Belgien und Holland für Deutschland: Lebensmittel, Kleider, Schuhe und vor allem Speck werden geliefert. Pater Werenfried erhält den Ehrentitel "Speckpater". 3000 "Rucksackpriester" werden von hunderttausenden flämischen Schülern adoptiert.

1949

Zusammenarbeit mit Prälat Kindermann, dem Leiter des "Vaterhauses der Vertriebenen" und des für "vertriebene Seminaristen" in Königstein/Ts. gegründeten Priesterseminars. In Flamen werden großangelegte Aktionen gestartet: "Ein Fahrzeug für Gott" für die sogenannten Rucksackpriester in der deutschen Diaspora erbringt 120 VW-Käfer.

1950
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Start der Kapellenwagenaktion: gebrauchte Autobusse der holländischen Eisenbahn werden zu "fahrenden Kirchen" umgebaut. Mit diesen Fahrzeugen suchen die Priester die Heimatvertriebenen in der Diaspora auf, um mit ihnen Gottesdienst zu feiern, Sakramente zu spenden und Hilfsgüter zu verteilen.

1952

Zweiter Kongreß "Kirche in Not" in Königstein - der erste fand 1951 in Holland statt. 150 Vertreter aus 18 Nationen berichten über die verfolgte Kirche hinter dem "Eisernen Vorhang". Beginn der Hilfe für die verfolgte und unterdrückte Kirche.

1953

Gründung des Internationalen Bauordens, um Kirchen für Gott und Häuser für Arme zu bauen.

1956

Gründung des Hilfswerkes in Deutschland mit Sitz in Neu-Ulm.

1957

Das Hilfswerk beginnt die Finanzierung der Priesterausbildung und des Lebensunterhalts kontemplativer Ordensschwestern in Polen. In Österreich wird ein Nationalsekretariat des Werkes eröffnet.

1957 Pater Werenfried besucht Flüchtlingsgebiete in Asien und trifft Mutter Teresa in Kalkutta
1961

Hilfe für Flüchtlinge aus China, Nord-Korea und Nord-Vietnam .

1962

Papst Johannes XXIII. bittet das Werk um Hilfe für Lateinamerika. Pater Werenfried bereist erstmals diesen Kontinent.

1963

Nach dem Treffen von Pater Werenfried mit Kardinal Slipyj in Rom beginnt die Hilfe für die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine.

1964

Das Hilfswerk, in vielen Bistümern bereits kanonisch errichtet, wird als "Pium Sodalitium" anerkannt und dem Heiligen Stuhl direkt unterstellt. Der internationale Sitz des Werkes wird von Tongerlo (Belgien) nach Rom verlegt. Eröffnung des Nationalsekretariats in Italien.

1965

Es beginnen Hilfsaktionen für die Kirche in Afrika. Eröffnung der Nationalsekretariate in Frankreich und den USA.

1966

In Bukavu (Kongo) gründet Mutter Hadewych mit Unterstützung Pater Werenfrieds das Institut "Töchter der Auferstehung", das als "Pia Unio" dem Hilfswerk angegliedert wird.

1967

Eröffnung der Nationalsekretariate in den Niederlanden und in Irland.

1968

Während und nach dem "Prager Frühling" organisiert Pater Werenfried Hilfe für die verfolgte Kirche in der Tschechoslowakei.

1969

Beginn der Hilfe für die bedrohte Kirche auf den Philippinen. Das Hilfswerk wird umbenannt in "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe". Die Nationalsekretariate in der Schweiz und in Spanien werden eröffnet.

1972

Eröffnung des Nationalsekretariats in England.

1973
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Beginn des AMA-Projektes für Amazonien: Dreihundert Lastwagen werden in der Schweiz gekauft, umgebaut und nach Brasilien verschifft. Sie dienen der Seelsorge im riesigen Urwaldgebiet des Amazonas und sichern die Hilfe und den Kontakt zwischen Priestern und Volk.

1975

Der internationale Sitz des Werkes wird von Rom nach Königstein/Ts. in der Nähe von Frankfurt/Main verlegt.

1976

Das Hilfswerk unterstützt die Rettungsaktion des Schiffes "Cap Anamur" für "boat-people" aus Vietnam und hilft in Thailand, auf den Philippinen und in Malaysia den Flüchtlingen aus Laos und Kambodscha.

1979

Beginn des Projektes "Kinderbibel" zum "Internationalen Jahr des Kindes". Bis Ende 1988 erreicht die von Jacob Ecker gestaltete Bibel eine Auflage von 16 Millionen Exemplaren in 51 Sprachen und wird in 91 Ländern verteilt.

1981

Auf der Generalversammlung des Hilfswerkes in Rom wird der erste Präsident für das Gesamtwerk gewählt. Es ergeht der Aufruf zur Aktion"Ein Schiff für Polen" - 11 Organisationen beteiligen sich und sammeln Tonnen von Sachspenden für Polen.

1982

In Kanada wird ein Nationalsekretariat eröffnet.

1984

Das Hilfswerk wird als gesamtkirchliche Vereinigung päpstlichen Rechts errichtet. Das Werk ist inzwischen in 13 Ländern mit einem nationalen Sekretariat vertreten.

1988

Das Hilfswerk erhält von den Behörden der Sowjetunion die Einfuhrgenehmigung für 120.000 Bibeln.

1989

In den Ländern Ost- und Mitteleuropas vollzieht sich der Zusammenbruch des kommunistischen Systems. Pater Werenfried reist während der dramatischen Vorgänge zwischen Weihnachten und Neujahr nach Rumänien und trifft zum ersten Mal auch Bischöfe der griechisch-katholischen Kirche, die noch immer im Untergrund lebt. Eine erste Hilfsaktion läuft an. Die Herstellung und Verbreitung einer neuen Kinderbibel "Gott spricht zu seinen Kindern" wird zu einem der größten Projekte des Werkes.

1990

Erster internationaler Kongreß der Mitarbeiter des Hilfswerkes in Vallendar am Rhein. Mehr als 200 Mitarbeiter aus aller Welt beraten über die neue Lage in Osteuropa und der Sowjetunion und über die mögliche Hilfe. Bischöfe berichten über die Jahre der Verfolgung in ihren Ländern. Der erste Kapellenwagen "neuer Bauart" wird geplant. In Australien wird ein weiteres Nationalsekretariat eröffnet.

1991

Das Hilfswerk organisiert die Rückkehr Kardinal Lubachivskys aus dem Exil in Rom nach Lemberg/Ukraine. Pater Werenfried begleitet den Kardinal und kann nach einem Dankgottesdienst in der Kathedrale von Lemberg vor Hundertausenden, die auf dem Platz vor der Lemberger Oper ausharren, sprechen. "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" unterstützt die Reorganisation der griechisch-katholischen Kirche, die mit mehr als fünf Millionen Gläubigen im Untergrund überlebt hat.

1992

Beginn eines umfangreichen Hilfsprogramms für die Neu-Evangelisierung in Osteuropa und in den GUS-Staaten. Erste Reise Pater Werenfrieds nach Rußland. Er trifft dort Patriarch Alexej II. von Moskau und andere orthodoxe Bischöfe in St. Petersburg und Nowgorod. Der russisch-orthodoxen Kirche wird Hilfe für die Pastoralarbeit zugesagt.

1995

Ausbau und Intensivierung der Hilfe für die Kirche in der Volksrepublik China. Eröffnung des Nationalsekretariats in Portugal.

1996

Eröffnung des Nationalsekretariats in Chile.

1997

Das Hilfswerk feiert sein 50jähriges Bestehen. Ein Gottesdienst in Rom, ein Treffen mit dem Papst sowie eine Wallfahrt mit 2000 Spendern und Mitarbeitern des Werkes nach Fatima/Portugal waren Höhepunkte der Feierlichkeiten. Das Nationalsekretariat in Brasilien wurde eröffnet.

1998
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Fortsetzung der Kapellenwagenaktion nun für Rußland mit "Kapellenschiff" auf Wolga und Don. Nationalsekretariate Deutschlands, der Schweiz und Österreichs organisieren Kongreß" Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" in Königstein : Kirche in Osteuropa - Hoffnung für die Menschen. Hilfe des Werkes umfaßt 150 Länder der Welt.

Die Herausgabe des kleinen Katechismus "Ich glaube", der vor allem Priestern und Katecheten aber auch Familien und jungen Erwachsenen als Hilfsmittel in der Glaubensunterweisung dient.

1999

Kongreß der deutschen Sektion von "Kirche in Not/ Ostpriesterhilfe" in Königstein: Aufbruch 2000 - Die Kirche und das neue Europa. Pater Werenfried van Straaten nimmt am Kongreß "Comunione e Liberatione" in Rimini (Italien) teil.



"Kirche in Not" wählte neuen Präsidenten - Hans-Peter Röthlin (Schweiz) lenkt seit Oktober die Geschicke des internationalen Hilfswerks. Pater Joaquim Alliende wurde zum internationalen Geistlichen Assistenten gewählt. Audienz bei Papst Johannes Paul II. mit Beteiligung des Gründers Pater Werenfried van Straaten anläßlich der Vorstellung des neuen Präsidium des Werkes.

(From left to right: Father Joaquim Alliende, Father Werenfried van Straaten, Hans-Peter Röthlin)

2000

Wallfahrt der Mitarbeiter und Wohltäter nach Rom im Jubeljahr. Einige Höhepunkte waren z.B. die Ehrung Pater Werenfrieds zum 60jährigen Priesterjubiläum durch Kardinal Castrillón Hoyos, die öffentliche Audienz mit dem Heiligen Vater auf dem Petersplatz, sowie die anschliessende Weihe des Werkes an die Gottesmutter Maria, die am Hauptaltar der St. Peter's Basilika gefeiert wurde.



2001

Ende Juni begegnet Pater Werenfried Papst Johannes Paul II. während dessen Pastoralreise durch die Ukraine. In Lemberg segnet der Papst das Grundstück, auf dem mit Unterstützung von Kirche in Not/Ostpriesterhilfe ein griechisch-katholisches Priesterseminar errichtet wird.

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2002

Vom 22. - 28. April findet in Königstein und danach in Rom das erste Treffen der Geistlichen Assistenten und der Leitung des Hilfswerks mit dem Gründer statt. Hochrangige Vertreter und Mitarbeiter des Vatikans bringen Dank und Anerkennung für die Arbeit von Kirche in Not zum Ausdruck. Höhepunkt der Begegnung ist die Teilnahme und Konzelebration der Hl. Messe mit dem Papst am 27. April in seiner Privatkapelle.

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2003

Am 17. Januar feiert Pater Werenfried seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlaß findet im Dom zu Limburg ein feierlicher Festgottesdienst mit mehr als 500 Mitarbeitern, Freunden und Wohltätern statt. Der Limburger Bischof Dr. Franz Kamphaus hält die Festpredigt und verweist darauf, dass "Religion auch heute noch spannend ist." Das Leben und das Werk Pater Werenfrieds seien dafür der beste Beweis.

Am 31 Januar 2003 stirbt Pater Werenfried nach langer, aber schwerer Krankheit in Bad Soden in der Nähe von Königstein. Das feierliche Requiem wird wiederum im Dom von Limburg begangen. Diesmal ist der Hauptzelebrant der Präfekt der vatikanischen Kleruskongregation, Dario Kardinal Castrillon Hoyos. Es konzelebrieren Joachim Kardinal Meisner, der Erzbischof von Köln, Bischof Franz Kamphaus und zahlreiche weitere Bischöfe und Priester aus der ganzen Welt. Als Symbol für die Auferstehung und für Pater Werenfrieds persönliche Verbundenheit mit dem Papst steht die Osterkerze, die Papst Johannes Paul II. ihm am 27 April des Vorjahres persönlich geschenkt hatte, angezündet neben dem Sarg. Der Gründer von "Kirche in Not" findet am 7. Februar 2003 in Königstein in Anwesenheit einer großen Menge von Freunden und Wohltätern seine letzte Ruhe.

Vom 11. - 14. September 2003 findet in Castelgandolfo in der Nähe von Rom eine Internationale Konferenz von "Kirche in Not" statt, die unter dem Thema "Pater Werenfried - sein Erbe und seine Mission" steht.

Die Bedeutung des zentralen Themas dieser Konferenz - Pater Werenfried, Erbe und Mission-, wurde unterstrichen von Joachim Kardinal Meisner von Köln und Jean Marie Kardinal Lustiger von Paris, und ebenfalls vom Geistlichen Leiter des Hilfswerkes, Pater Joaquín Alliende-Luco. Der Kongress endete mit einer Podiumsdiskussion mit dem Präfekten der Kleruskongregation, Darío Kardinal Castrillon Hoyos, dem das Hilfswerk direkt untersteht.



2004

Am 31. Januar, dem ersten Todestag Pater Werenfrieds, werden in allen 16 Geberländern und auch in einigen Ländern, die von der Hilfe von "Kirche in Not" profitieren, Gedenkgottesdienste abgehalten. Im Kölner Dom feiert Kardinal Meisner eine besondere Messe und würdigt Pater Werenfried in seiner Predigt.

Vom 5.-7. März desselben Jahres findet in Augsburg der Kongress "Treffpunkt Weltkirche" statt, der von den drei deutschsprachigen Nationalbüros organisiert wird. Bei diesem Anlass wird eine neue Initiative, das "Beichtmobil" einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und von Bischof Mixa feierlich gesegnet.

Vom 16. - 19. September 2004 veranstaltet "Kirche in Not" eine Wallfahrt nach Polen, die an so bedeutsame Heiligtümer und historische Stätten wie Tschenstochau, Wadowice und Krakau führt. Die Weihe des Hilfswerkes an die Muttergottes wird vor dem Bild der Muttergottes von Tschenstochau feierlich erneuert.



2005

Am 22. Januar wird im Kölner Dom zum Andenken an den zweiten Todestag von Pater Werenfried von Joachim Kardinal Meisner, wie auch im Vorjahr, eine feierliche Hl. Messe gelesen. Im Anschluss daran wird für die Wohltäter des Hilfswerkes ein Vortrag zum Thema "Vierzig Jahre Hilfe für Afrika" angeboten.

Am 24. und 25. Mai desselben Jahres hält "Kirche in Not" in Königstein seine Generalversammlung ab, um die Leitung des Hilfswerkes zu wählen. Der Präsident, Hans-Peter Röthlin, wird für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Der Vorsitzende des kanadischen Vorstandes, der internationale Jurist Lubomyr Kozak, und der holländische Jurist und Vorsitzende des niederländischen Vorstandes Dr. Peter van der Velden werden zum ersten bzw. zweiten Vizedirektor gewählt. Der bisherige Geistliche Assistent des Hilfswerkes, Pater Joaquín Alliende, wird ebenfalls wiedergewählt und für eine weitere Amtszeit vom Vatikan in seiner Funktion bestätigt.

Am 31. Mai 2005 verabschiedet das Hilfswerk "Kirche in Not" seine langjährige Generalsekretärin Antonia Willemsen, die in den Ruhestand geht. Ihr Nachfolger, Dr. Norbert Neuhaus, übernimmt die Stellung des Generalsekretärs am 1. Juni 2005.

Foto: Balz Röthlin

16.-21. August: „Kirche in Not“ ist auf dem Weltjugendtag in Köln vertreten. Dort wird auch das von Pater Joaquín Alliende, dem Internationalen Geistlichen Assistenten des Werkes, konzipierte und von „Kirche in Not“ initiierte Musical „Pelikan – in Deine Hände“ durch das Ensemble des  polnischen „Theater A“ aufgeführt, das von modernen Märtyrern handelt.

26. September: In der internationalen Zentrale von „Kirche in Not“ wird das „Pater Werenfried-Zentrum“ eingeweiht. Es umfasst das im Originalzustand belassene Büro des Gründers, eine Ausstellung, ein Pater-Werenfried-Archiv sowie multimediale Präsentationen. Ausgestellt wird ebenfalls der weltberühmte „Millionenhut“, mit dem Pater Werenfried über 50 Jahre lang Spenden gesammelt hat.


Foto: ACN/Ursel Haaf
2006 31. Januar: Eröffnung des polnischen Büros in Warschau. Die Feierlichkeiten leitet Dario Kardinal Castrillon-Hoyos, der Präfekt der Kongregation für den Klerus im Vatikan. „Kirche in Not“ unterhält damit Nationalsekretariate in 17 Ländern. 


Foto: Father Dariusz Michalski SJ
1.-7. Juli: „Kirche in Not“ nimmt am Weltfamilientreffen in Valencia teil, wo das Hilfswerk die Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“, den kleinen Katechismus „Ich glaube“ sowie eine Ausstellung über seine Tätigkeit präsentiert.

13. Juli: Der Platz vor der Internationalen Zentrale von „Kirche in Not“ in Königstein (bei Frankfurt am Main) wird in „Pater-Werenfried-Platz“ umbenannt.

26.07. Dr. Norbert Neuhaus tritt von seinem Amt als Generalsekretär zurück. Regina Lynch und Carlos Gorricho übernehmen seine Aufgaben ad interim.

2007 „Kirche in Not“ feiert das 60. Jubiläum seines Bestehens

11. April. Der Heilige Vater empfängt Pater Joaquín Alliende, Peter Humeniuk (Verantwortlicher für Russland bei KIN ), Mark von Riedemann (Direktor von CRTN) und Nikolaj Goryachkin (Direktor von Blagovest Media in St. Petersburg) in einer Privataudienz und dankt dem Hilfswerk für sein Engagement im ökumenischen Dialog mit der Russisch-Orthodoxen Kirche. Er ermutigt „Kirche in Not“, diesen Weg weiter zu gehen.



Foto: Copyright- L'Osservatore Romano

12. Mai: Während der Reise des Papstes nach Brasilien werden dem Heiligen Vater vom Internationalen Präsidenten von „Kirche in Not“, Hans-Peter Röthlin, fünf Kinderbibeln überreicht, die Benedikt XVI. an brasilianische Kinder weiterverschenkt. Anlass dafür ist, dass die Auflage der von „Kirche in Not“ herausgegebenen Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“ in Brasilien in diesem Jahr 10 Millionen erreicht. Die Übergabe findet während des Besuches des Heiligen Vaters auf der „Fazenda da Esperanza“ in Guaratinguetá statt. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung für drogenabhängige Jugendliche, die ebenfalls von „Kirche in Not“ unterstützt wird.

Foto: Evilazio Bezerra

14. Juni: Der Generalrat von „Kirche in Not“ wählt den Franzosen Pierre-Marie Morel (59) zum neuen Generalsekretär des Werkes. Pierre-Marie Morel kommt aus der Industrie und verfügt über reiche Erfahrung im multikulturellen und internationalen Management. Er ist Mitglied der Gemeinschaft „Emmanuel“. Seine Amtsgeschäfte bei „Kirche in Not“ nimmt er im Januar 2008 auf.

15.-17.Juni: Dr. Marek Zurowski von der internationalen Zentrale von „Kirche in Not“ sowie Pater Waldemar Cislo, Direktor des polnischen Nationalbüros, vertreten das Werk auf dem 7. Internationalen Kongress in Gnesen (Polen) und erinnern dort bei einer Podiumsveranstaltung an die Christenverfolgung des 20. Jahrhunderts. An dem Kongress nahmen ebenfalls der Kardinalstaatssekretär des Vatikan, Tarcisio Bertone sowie der Präsident des Europäischen Parlaments, Dr. Hans-Gert Pöttering, teil.

4. bis 9. September: Pater Joaquín Alliende, der Internationale Geistliche Assistent von „Kirche in Not“, sowie Antonia Willemsen, Präsidentin der deutschen Sektion von KIN und langjährige Generalsekretärin des Gesamtwerkes, nehmen an der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu teil. Den thematischen Schwerpunkt der Konferenz bildet die Ökumene mit den orthodoxen Kirchen.

13. – 16. September: Aus Anlass des 60jährigen Bestehens von „Kirche in Not“ findet in Castel Gandolfo eine Tagung der internationalen Leitungsgremien des Hilfswerkes unter dem Motto: „Aus unserer Wurzel hoffnungsvoll die Zukunft wagen“ statt. Den Höhepunkt bildet eine Grußbotschaft des Papstes während des Angelus-Gebetes am 16. September in der Sommerresidenz des Heiligen Vaters. Zuvor hatte Papst Benedikt XVI. bereits durch Kardinalstaatssekretär Angelo Bertone ein Gratulationsschreiben an „Kirche in Not“ gerichtet.

1. Adventssonntag: Pater Joaquín Alliende, Präsident Hans-Peter Röthlin, Generalsekretär Pierre-Marie Morel und Marie-Ange Siebrecht, die Projektverantwortliche für den Nahen Osten, reisen ins Heilige Land. Die Höhepunkte der Reise bilden eine feierliche Heiligen Messe in der Seminarkirche von Beit-Jala bei Bethlehem, die von Erzbischof Fouad Twal, dem Coadjutor des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, zelebriert wird, sowie ein gemeinsames Gebet in der Geburtsgrotte in Bethlehem. „Kirche in Not“ ruft zu Frieden in der Welt und zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land auf. Die Reise, die zugleich den Abschluss und die Krönung der Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen von „Kirche in Not“ bildet, nimmt Bezug auf den Artikel „Frieden auf Erden? Kein Platz in der Herberge“, mit dem Pater Werenfried 1947 zu der ersten Hilfsaktion aufrief, die zur Gründung des Hilfswerkes führte.


2008

07. Oktober: Pater Joaquín Alliende-Luco nimmt sein Amt als Präsident von „Kirche in Not“ auf, in das er vom Heiligen Stuhl berufen worden ist.