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Als der zweite Weltkrieg mit dem Untergang Hitlers und des DRITTEN Reiches endete, stieg die Sowjetunion zur Weltmacht auf. Lange vorher hatte der Prophet Daniel dem König von Babel prophezeit, nach seinem Reich würde ein zweites, ein drittes und zuletzt ein VIERTES Reich erstehen, hart wie Eisen, das alle anderen Reiche zermalmen, selbst aber ohne menschliches Zutun durch Gott zertrümmert würde (vgl. DN 2.37-45). Hat Daniel, als er in einem Traum das vierte Tier aus dem Meere heraussteigen sah, in ihm nur Antiochus Epiphanes gesehen, der im zweiten Jahrhundert v. Chr. das jüdische Volk so grausam unterdrückte? Oder hat er auch Stalin und seine Handlanger im Auge gehabt, die mehr als 2.000 Jahre später 50 Millionen Menschen ermordeten und Hunderte Millionen andere ins Unglück stürzten? Urteilt selbst anhand folgender Zitate aus dem Buch Daniel: „Zuletzt erschien mir in den nächtlichen Gesichtern ein viertes Tier; es war furchtbar, schrecklich und ungeheuer stark. Es hatte mächtige Zähne aus Eisen. Damit fraß und zermalmte es, und was dann noch übrig blieb, zertrat es mit den Füßen. Es war ganz verschieden von den Tieren vor ihm, und es hatte zehn Hörner“ (Dn 7,7)... „Es tritt ein König auf, der frech von Angesicht und schlau in Ränken ist. Gewaltig ist seine Macht... er wird Unerhörtes anrichten, und was er unternimmt, gelingt ihm. Er richtet Mächtige zugrunde, und auch das Volk der Heiligen. bei seiner Verschlagenheit gelingt ihm jeder Betrug. Da wird sein Herz hochmütig, und viele stürzt er ahnungslos ins Verderben; dann aber wird er vernichtet, ohne dass eine Hand sich rührt“ (Dn 8, 23-25). „Und das vierte Tier bedeutet: es wird ein viertes Reich auf Erden erstehen, das von allen Reichen ganz verschieden ist. Es wird die ganze Welt verschlingen und sie zertreten... Selbst gegen den Höchsten wird es vermessene Reden führen. Es wird die Heiligen des Höchsten hart bedrücken... Dann wird man zu Gericht sitzen und ihm die Herrschaft nehmen, um sie endgültig zu auszutilgen“ (Dn.7,23-26). In den letzten zwei Jahren und besonders nach dem gescheiterten Putsch in Moskau sind wir Zeugen unglaublicher Ereignisse gewesen. Ich erwähne nur den Fall der Berliner Mauer, die nahezu unblutige Befreiung der DDR und sechs osteuropäischer Länder, die wiedererlangte Unabhängigkeit der baltischen Staaten, die Selbstauflösung der Sowjetunion, das Verbot der kommunistischen Partei sogar in Russland, die Wiederherstellung der kirchlichen Hierarchie in fast allen ehemals kommunistischen Ländern und die Heimkehr des alten, heiligen Russlands in den Schoß der Christenheit. Auf natürliche Weise lässt sich das nicht erklären. Lasst mich darum noch einmal die übernatürliche Erklärung niederschreiben, die ich unter dem Hohngelächter von Modernisten und Befreiungstheologen 44 Jahre lang der Christenheit ins Bewusstsein gehämmert habe. Sie beruht auf der Vision der Frau und des Drachens in der Apokalypse des Johannes (12, 1-10). Johannes sieht eine Frau, bekleidet mit der Sonne, den Mond zu ihren Füßen und auf ihrem Haupt einen Kranz mit zwölf Sternen. Die Liturgie überträgt diese Worte auf Maria, die die Mutter Christi und zugleich Sinnbild und wichtigstes Mitglied der Kirche ist. Ihr Schmuck mit Sonne, Mond und Sternen kennzeichnet ihr himmlisches Wesen. Sie gebar einen Sohn, auf den der Psalmvers hinweist: „der alle Völker mit Eisenzepter weiden wird“. Das heißt, dass alle – auch seine Gegner – Christus Gehorsam erweisen werden. Dieser Christus, das Kind der Frau, wurde zu Gott entrückt. Das weist auf seine Himmelfahrt hin, ein wunderbares Eingreifen Gottes, der seinen Messias der Macht seiner Gegner entzieht und ihn zum Herrn der Welt bestellt. Aber noch ein anderes Zeichen erscheint am Himmel. Der Gegner der Frau und des Kindes: ein großer feuerroter Drache, an anderer Stelle (Off. 12, 9) „die alte Schlange, die Teufel und Satan heißt“ genannt. Die feuerrote Farbe deutet seine Mordgier an. Darum hat Christus ihn ja „den Mörder von Anbeginn“ genannt (Joh. 8, 44). Er hat sieben Köpfe: das weist auf seine Fressgier hin, denn der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingt. Er hat zehn Hörner als Zeichen seiner gewaltigen Macht. Auf seinen Köpfen trägt er sieben Kronen als Zeichen seines Königtums. Denn er beansprucht die Weltherrschaft und wird von Christus „der Fürst dieser Welt“ genannt (Joh. 12, 31). Dieser rote Drache fegt den dritten Teil der Sterne vom Himmel weg und zeigt damit seinen Hass gegen das Licht, Symbol von Gott selbst, „der sich in das Licht hüllt, wie in ein Kleid“ (Ps 104,2). Und der stand vor der Frau, auf dass er das Kind verschlinge. In diesem teuflischen Versuch kommt der ganze unversöhnliche Hass Satans gegen Christus und seinen mystischen Leib zum Ausdruck. Denn, während der zum Himmel aufgestiegene Christus für ewig der Macht des Drachen entzogen ist, bleibt auf Erden die Frau – mit der auch die Kirche gemeint ist – der Verfolgung ausgesetzt. Sie flüchtet in die Wüste, wo Gott ihr eine Stätte bereitet hat. Das bedeutet, dass die hl. Kirche trotz Verfolgung immer unter dem Schutz Gottes steht, aber auch, dass Maria in Not und Gefahr stets bei ihr ist. Nein, Maria verlässt ihre Kinder nie. Das ist der Grund, warum dieselbe Liebe Frau, die im Osten wie im Westen verehrt wird, und die nach der Legende als Gottesmutter von Kasan 1612 dem russischen Heer bei der Wiedereroberung von Moskau zur Seite stand, abermals ihren mütterlichen Blick auf Russland richtete, als sie 1917 in Fatima den Kampf gegen Lenins Weltrevolution aufnahm. Diese Revolution war in ihrem tiefsten Wesen ein Totalaufstand gegen Gott. In Fatima zeigte die Gottesmutter das Heilmittel. Ihre Botschaft fand wenig Glauben. Somit brach der 2. Weltkrieg aus. Dieser endete mit einem sieg des Kommunismus, der ein Drittel der Menschheit unter seine Macht zwang. Die Folgen waren: 50 Millionen Menschen verhungert, ermordet oder im Archipel Gulag ums Leben gekommen; ein eiserner Vorhang quer durch Europa und eine Mauer durch Berlin; ein Sechstel der Erdoberfläche in ökologisches Katastrophengebiet verwandelt; ein reiches und fruchtbares Land an den Bettelstab gebracht und mit einem Atomwaffenarsenal ausgestattet, das den Fortbestand unseres Planeten bedroht; Hunderte Millionen Flüchtlinge und Unterdrückte entwurzelt; eine Religionsverfolgung, die zwei oder drei Generationen des Wahren, Guten und Schönen beraubt und sie dann völlig deformiert ihrem Schicksal überlassen hat. Als Antwort darauf hat 1947 unsere Hilfsaktion für die Kirche in Not begonnen. Und nachdem ich mich 44 Jahre angestrengt habe, den Opfern des Kommunismus zu helfen, sage ich Euch: Jenseits des Geredes der Diplomaten auf den internationalen Konferenzen wütet der Kampf, den Johannes in der Vision der Frau und des Drachens geschildert hat. Der Anführer der höllischen Geister ist Satan. An der Spitze des himmlischen Heeres steht die Königin der Engel. Er, der zu Gott NEIN gesagt hat, kämpft gegen sie, die JA gesagt. Das ist der wahre Sinn der Oktoberrevolution und die einzige Geschichtsphilosophie, die die letzten Ursachen erklärt. In Fatima hat Maria und den Weg zur Rettung gezeigt. Bevor jemand wusste, dass Lenin bereits nach Russland unterwegs war, um die Revolution zu entfesseln, hat die Gottesmutter vom 13. Mai bis zum 13. Oktober 1917 die abendländische Christenheit sechsmal zu Gebet, Bekehrung, Buße und zur Weihe an ihr Unbeflecktes Herz aufgefordert, damit auch Russland sich bekehre; damit es nicht wahr werde, dass dieses Land Mariens als Exekutivorgan des Teufels viele Länder und unzählige Seelen ins Verderben stürze. Denn Maria hat ihrem Aufruf hinzugefügt: „Wenn man auf mich hört, wird Russland sich bekehren, wenn nicht, wird es seine Irrtümer in der ganzen Welt verbreiten, Kriege und Glaubensverfolgungen entfesseln. Viele Gerechte werden gemartert werden, der Hl. Vater wird viel leiden müssen, ganze Völker werden vernichtet werden“. Gott bekräftigte diese Worte mit einem Sonnenwunder, das von Zehntausenden bestaunt wurde. Das Wunder von Fatima hat die Welt nicht überzeugt. Werden die Wunder der göttlichen Barmherzigkeit, die jetzt in Osteuropa geschehen, den Westen überzeugen? Wann kommt das Ende der Glaubenskrise? Des Wohlstandsmaterialismus? Des Egoismus, der lieber Katzen als Kinder will und die Quellen der Priesterberufe versiegen lässt? Wann kommt das Ende des millionenfachen Mordens ungeborener Babys? Nein, der Westen hat sich nicht bekehrt. Darum ist das vierte Tier noch nicht tot. Nicht in China. Nicht in Rumänien. Nicht in Serbien. Und nicht in dem Chaos, in dem Stalins Reich sich auflöst. Das vierte Tier ist noch nicht tot. Es versteckt sich. Es leckt seine Wunden. Es treibt Sabotage. Es wartet seine Stunde ab.(...) Wo schlägt es morgen zu? Ja, wir tragen eine große Verantwortung. Wir haben das Evangelium, die Sakramente und die warnende Stimme des Papstes. Durch eine lange Überlieferung kennen wir besser als andere den Unterschied zwischen Gut und Böse. Mehr als andere sind wir verpflichtet zu einem makellosen Leben, zu Nächstenliebe, Gebet und apostolischen Eifer. Denn von uns kann es abhängen, ob der Name Christi gesegnet oder verflucht wird von Menschen und Völkern, die IHN nur durch unser Beispiel kennen lernen. Ich habe Angst vor einer Christenheit, die Gottes Forderungen der menschlichen Schwachheit anpasst, anstatt mit reumütigem Herzen täglich zu versuchen, aus der Sünde aufzustehen. Ich habe Angst vor einer Christenheit, die Maria zur Seite schiebt. Darum will ich von neuem unser Werk der Lieben Frau von Fatima weihen, die uns den Weg gezeigt hat zum Sieg über uns selbst und über den Kommunismus, den Weg zu einem neuen Frühling für die Kirche in Ost und West. Sie hat nicht von Anpassung an diese Welt, sondern von Bekehrung, Buße und vom Rosenkranzgebet gesprochen. Verwerft ihre Botschaft nicht!
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