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Pater Werenfried Zentrum
Als er vor zwei Jahren starb, ging eine Ära zu Ende. Werenfried van Straaten, Ordensmann, Gründer des internationalen Hilfswerkes „Kirche in Not“ und kompromissloser Visionär hat Geschichte geschrieben. Sein Charisma und seine Botschaft wirken weiter in den Menschen. Ihm heute wieder „begegnen“ zu können, hat sich das Pater-Werenfried-Zentrum in Königstein zum Ziel gesetzt. Ein Besuch könnte gefährlich werden. Denn Werenfried verstand sich auf Menschen und erobert ihre Herzen.
Seine Menschlichkeit und seinen Humor dokumentiert eine Sammlung von Skizzen, die er zum Zeitvertreib bei Besprechungen anfertigte. Ebenso sehenswert ist Ritter Kuno, der alle Auszeichnungen und Orden des bescheidenen Speckpaters tragen musste.
Mit einer Vitrine aber können weder die lesenswerten informativen Tafeln noch die interessanten Ausstellungsobjekte konkurrieren. Ihr Inhalt ist banal, ihre Aura ist grandios. Ein alter Hut fesselt die Blicke. Arme und Reiche, Fromme und Freigeister haben viele Jahrzehnte ihr Scherflein hinein gelegt. Hier zeigte sich, ob die Nächstenliebe platonisch oder ernst gemeint war. Der in unmittelbarer Nähe ausgestellte Jahresbericht dokumentiert eindrucksvoll die weltweiten Projekte, welche das „Echo der Liebe“ möglich macht. Sie zeigen übrigens steigende Tendenz nach dem Tod des begnadeten Predigers. Der Besucher sollte wissen, dass der alte Hut nur noch Scheine aushält. Ein Schlitz in der Vitrine macht es möglich. |
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Irene del Valle
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