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Ein gefährliches Abenteuer - Afrika 1982
Ich bin nach Afrika geflogen, um als geistlicher Assistent in Bukavu dem Kapitel der Priorei der Auferstehung beizuwohnen. (...)
Die letzten 1.400 km unserer Reise legten wir in einem kleinen, zweimotorigen Missionsflugzeug zurück. Der Non-Stop-Flug über den Urwald sollte sechseinhalb Stunden dauern. Alles ging gut, bis wir Kivu erreichten. Der See, an dem Bukavu liegt, was durch Nebel und Wolken unserem Blick entzogen. Unser Radar hatte Schaden genommen. Der Kontrollturm des Flughafens gab keine Anweisungen, weil aus Mangel an Diesel die Elektrizität ausgefallen war. Uns blieb keine andere Wahl, als alle drei Minuten durch die Wolken zu tauchen und zwischen Bergen und Vulkanen den See zu suchen. Zehn, zwanzigmal kamen wir vergebens herunter. Wir fanden nur Urwald und Hügel. Ich betete den Rosenkranz. Als ein Loch in den Wolken den Blick auf die Erde freigab, flogen wir zwanzig Meter von einem Berghang entfernt. Eine Hütte flitzte vorbei. Eine Negerfamilie flüchtete panikartig ins Freie. Unsere Maschine strich hart über die Gipfel der Bananenpalmen hin und erhob sich jäh in den rettenden Himmel. Wie lange waren wir, ohne es zu wissen, blindlings zwischen den Bergen herumgeflogen?
Eine sonderbare Ruhe kam über mich. Nach einem Irrflug von anderthalb Stunden konnte das Ende nicht fern sein. Wieviel Treibstoff hatten wir noch? Ich dachte an Mutter Hadewych, die auf mich wartete. An meine Mitarbeiter im fernen Europa. An die Wohltäter, die das Unglück aus der Presse erfahren würden... Obwohl ich den Tod nicht fürchtete, machte ich der Gottesmutter, die in allen Gefahren immer meine Zuflucht gewesen ist, ein Versprechen. War sie es, die die Wolken auseinander riss, so dass wir plötzlich, glitzernd in der Sonne, den Kivu-See erblickten? Am Ufer entlang flogen wir zum Flughafen. Als wir landeten, hatten wir noch für zehn Minuten Benzin.
Was habe ich Maria versprochen? Ich habe ihr versprochen, ihr unser ganzes Werk zu weihen und Euch anzuspornen, täglich mit mir den Rosenkranz zu beten. Warum sollen wir Maria nicht verehren mit den Worten, die der Erzengel Gabriel voller Ehrfurcht an sie richtete, und mit dem Lobspruch ihrer Base Elisabeth, als diese durch ihre Vermittlung die Kraft Jesu erfuhr?
Maria ist nicht tot, Als Erste des Menschengeschlechtes ist sie glorreich in das Leben des allgegenwärtigen Gottes aufgenommen, mit Leib und Seele, mit Ohren, die unser Flehen hören, mit Augen, die unser Elend sehen, und mit einem Herzen, das uns liebt, wie nur eine Mutter ihre Kinder lieben kann, Sie ist uns sehr nahe! Warum sollen wir nicht mit ihr der freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Heilsmysterien gedenken, an denen sie so tief beteiligt ist? sie sind das Wesen unseres Christentums, das darin besteht, das Leben Christi auf Erden zu leben. Warum nicht mit ihr die Freude, den Schmerz und die Glorie erleben, die sie mit Jesus geteilt hat und die Ihn bewegen, ihr Gebet für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes zu erhören.
Ja, wir weihen unser Werk und uns selbst Dir, Maria, Mutter Jesu, allerreinste Jungfrau, mächtige Fürsprecherin, Vorbild aller Menschen, Unbefleckte! Bewahre uns in der Liebe Deines Sohnes, schütze uns vor der Bosheit der Welt und führe uns sicher zum Herzen Gottes. Und gib, Mutter, dass, wenn wir durch das dunkle Tor des Todes gegangen sind und vor dem Richterstuhl Deines Sohnes stehen werden – gib, dass wir Dich dort finden, mit einem Lächeln in Deinen Augen, und dass wir ruhig sagen dürfen: Grüß Dich, Mutter!
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